
Eine überaus große Zahl an Gläubigen aus Mäder und Umgebung wohnten einem Festgottesdienst bei, der einen nachhaltigen Eindruck hinterließ - den Anlässen entsprechend feierlich und würdevoll, gleichwohl fröhlich und schwungvoll. Der scheidende Kaplan verstand es in seiner Abschiedspredigt eindrücklich, das Zitat „Komm und sieh!“ aus dem Evangelium als eine herzliche Einladung zum Glauben, zu Toleranz und zu genereller Offenheit Neuem gegenüber auszulegen. Im Namen der Pfarre Mäder bedankte sich Robert Ender sodann bei Kaplan Steiner für die gute und fruchtbare Zusammenarbeit. Auf unterhaltsame Weise wurden ihm für seine künftigen zwölf Hühner samt Gockel ein Sack „Hennafuatter“ sowie ein T-Shirt mit entsprechender Aufschrift überreicht, ein Strafmandat für allzu schnelle Fahrweise mit dem Fahrrad über den Kadel wurde ihm von einer (echten) Polizistin ebenso unterhaltsam gerade noch erlassen. Die schöne musikalische Umrahmung erfolgte wie immer durch den Kirchenchor und eine kleine Besetzung des Bürgermusikvereins Mäder, die Festlichkeiten wurden aber auch vom Kameradschaftsbund und der Freiwilligen Feuerwehr begleitet. Nach Segenswünschen für Kaplan Steiner im künftigen Wirkungskreis im Großen Walsertal von Seiten des Lektorenteams erklang das traditionelle „Bartholomäuslied“, danach ging es zum Frühschoppen auf dem Kirchplatz. Bei bester Bewirtung durch ein großes ehrenamtliches Team wurde gefeiert, gespielt, gesungen und der gelungene Festgottesdienst gelobt. Und wenn die Daheimgebliebenen am Sonntagnachmittag immer wieder das Kirchengeläute hörten, heißt es auch hier „Komm und sieh!“ – spätestens beim nächsten Patroziniumsfest Ende August 2027, denn die Glocken in Mäder läuten dann anders.